Jahresausklang

Kurz vor Beginn der Weihnachtsferien veranstalten wir traditionell unseren Jahresausklang. Dabei handelt es sich um eine in unserer Aula stattfindende abendliche Feierlichkeit, die aus zwei verschiedenen Teilbereichen besteht. Im ersten, umfangreicheren Teil können sich unsere Schüler/innen mit ihren besonderen Begabungen, Interessen oder im Kontext des Schulgeschehens erworbenen Fähigkeiten einbringen, die sie im Vorfeld dieser Veranstaltung ausbauen oder gar perfektionieren. Der Kreativität unserer Schüler/innen sind hier (nahezu) keine Grenzen gesetzt. Entsprechend vielseitig ist das Programm. Es setzt sich zusammen aus  einem bunten und kurzweiligen Mix aus Musik-, Theater- , Wort- und Sportbeiträgen, Kunststücken und Showeinlagen. Den davon abgetrennten zweiten Teil stimmen wir auf die Adventszeit ab. Die eingebrachten Schülerbeiträge lassen auf diese Weise eine weihnachtliche Stimmung aufkommen.

Weihnachtsmarkt und Jahresausklang am 20.12.17

Jahresausklang am 21.12.2016: Zeit zum Nachdenken und zum Lachen (Westfalenpost, Britta Prasse)

Der Jahresausklang an der Realschule Bad Berleburg ist ein Medley aus fröhlichen und ernsten Tönen. Eines, das beim Publikum gut ankommt.

 

Die Teelichter flackern in den selbst gebastelten Windlichtern aus buntem Transparent. Die Kerzen an den einzelnen Ständen spenden zaghaftes Licht. Es riecht nach Früchtepunsch, Waffeln und gebrannten Mandeln. Mit blinkender Nikolaus-Mütze und einem Bauchladen aus den Kinozeiten der 50er-Jahre ruft ein Schüler durch die Aula: „Möchte noch jemand Popcorn?!“ Zum stilechten Unterhaltungsprogramm gehören Knabbereien einfach dazu.

Weihnachtsgeschichte nach Dickens

„Fröhlich und nachdenklich“ – so kündigte Schulleiter Manfred Müller das Konzert zum Jahresausklang an der Realschule Bad Berleburg an. Seit Dezember hatten die Schüler der Klassen 5 bis 10 geprobt. Kostüme, Make-up und Bühnenbild – alles selbst gemacht. Im Mittelpunkt: die Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens mit dem hartherzigen Geizkragen Ebenezer Scrooge, der am Ende doch noch die weihnachtliche Botschaft verinnerlicht. Ein Klassiker, der zeigt, dass die Hoffnung nie verloren ist.

Hoffnung – darum geht es auch in der Weihnachtsgeschichte „Die vier Kerzen“. Selbst wenn Frieden, Vertrauen und Liebe erlischt, kann die Hoffnung sie immer wieder entzünden. „Das Jahr 2016 hat unfriedliche Zeiten erlebt“, sagte Schulpfarrer Henning Debus – und sprach damit explizit auch von dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember. „Aber vielleicht hilft uns dieses Durcheinander auf der Welt zu verstehen, was Weihnachten eigentlich bedeutet.“ Die Weihnachtsbotschaft sei nämlich unabhängig vom Glauben.

Kreativ-komische Einlagen

Trotz aller Besinnlichkeit: Der Jahresausklang sollte auch humorvoll in Erinnerung bleiben. Schüler der Klassen 5b trugen ein deutsch-englisches Weihnachtsgedicht vor. Fantasievolle Schöpfungen wie „Make Konsum and Business“ oder „Bis unsere Mutter flennt – die Christmas-Gans im Ofen brennt“ dürften konservative Sprachwissenschaftler Ohrenschmerzen bereitet haben. Dem Publikum schienen diese kreativen Wortbeiträge allerdings gefallen zu haben: Auf jede Pointe folgte saalerfüllendes Lachen, am Ende wechselten sich Applaus mit anerkennenden Pfiffen ab.

Auch die Pop-Tanz-Kombo der 6d überzeugte mit ihrer mitreißenden Performance zu Weihnachtsliedern wie „Jingle Bells“. Die Jungs mit Nikolaus-Mütze und Sonnenbrille, die Mädchen im weißen Shirt und rotem Samtröckchen. Strahlende Gesichter, die darauf hindeuteten: Der gemeinsame Spaß steht hier im Vordergrund. Und genau diese Energie übertrug sich auch auf die Schüler, Lehrer und stolzen Eltern, die klatschten, wippten und mitsangen.

Das letzte Mal zusammenkommen im turbulenten Jahr 2016 – als Geschenk erhielt jeder Besucher eine selbst gebastelte, daumengroße Tanne – ein Symbol für Hoffnung und Unsterblichkeit.

Bildimpressionen des Jahresausklangs 2016